Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen im Zentrum zahlreicher Förderprogramme, die Forschung und Entwicklung in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und nachhaltiges Wirtschaften gezielt unterstützen. Durch nationale, europäische und landesweite Initiativen eröffnen sich erhebliche finanzielle und strukturelle Vorteile: Innovationsprojekte werden gefördert, Risiken reduziert und neue Formen der Zusammenarbeit gestärkt.

 

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung einer ressourcenschonenden und zirkulären Wirtschaft. Entsprechend stehen ihnen verschiedene Förderinstrumente auf Bundes-, EU- und Landesebene zur Verfügung, die auf die Entwicklung und Umsetzung innovativer Technologien, Verfahren, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle ausgerichtet sind. Diese Programme dienen der Stärkung der Innovationsfähigkeit von KMU und fördern zugleich den Aufbau neuer Kompetenzen im Bereich nachhaltiger Wirtschaftsformen. 

Auf Bundesebene bestehen Fördermöglichkeiten im Rahmen eines bundesweiten Programms, das sich auf Themen wie Rohstoffeffizienznachhaltiges Wassermanagement und Kreislaufwirtschaft konzentriert. Ziel ist die gezielte Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei Forschung und Entwicklung. Förderfähig sind sowohl eigenständige Vorhaben als auch Kooperationen mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen. Die Fördersummen betragen bis zu 500.000 Euro bei einer typischen Laufzeit von rund zwei Jahren. Die Antragsstellung erfolgt zu festgelegten Stichtagen, die jährlich – unter anderem Mitte Oktober – liegen. 

Ergänzend dazu existiert ein Förderprogramm im Bereich Bioökonomie, das den biologischen Kreislauf adressiert und die Entwicklung von Ersatzprodukten, Alternativen sowie neuen Stoffen und Verfahren unterstützt. Hierbei liegt der Fokus auf Ressourcenschonung und innovativen biobasierten Ansätzen. Die Förderung kann bis zu 50 Prozent der Projektkosten betragen. Anträge sind ebenfalls zu den genannten Stichtagen möglich. 

Auf europäischer Ebene finden sich mehrere Programme, die zirkuläre Wertschöpfungssysteme und systemische Ansätze in den Mittelpunkt stellen. Das Programm „Circular Glow Up“ (Förderdatenbank – Förderprogramme – Förderung von Projekten zum) verfolgt das Ziel, Wertschöpfungsketten kreislauffähiger zu gestalten. Es fördert die Entwicklung und Skalierung von Produkten, Verfahren und Geschäftsmodellen, die Vernetzung der beteiligten Akteure sowie den Aufbau von Kompetenzen, die für den Wandel zur Kreislaufwirtschaft erforderlich sind. Die Digitalisierung wird hierbei als zentraler Enabler verstanden. Förderfähig sind Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, bevorzugt in Verbundprojekten mit weiteren institutionellen Partnern, wie etwa Kammern oder Verbänden. Die Förderquoten variieren je nach Unternehmensgröße, die Antragsfrist endet Ende des Monats. 

Ein weiteres EU-Programm widmet sich umfassend den Themen Umwelt- und Klimapolitik. Neben der Kreislaufwirtschaft und Lebensqualität zählen BiodiversitätKlimaschutz und Energiewende zu den förderfähigen Bereichen. Unterstützt werden auch kleinere Pilotprojekte, die einen Beitrag zu diesen Themen leisten. In der Regel werden etwa 60 Prozent der Projektkosten übernommen. Eine konkrete Bewerbungsfrist ist nicht festgelegt, die Antragstellung ist ganzjährig möglich. Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen mit einer Rechtsform in einem EU-Mitgliedsstaat. 

Auf Landesebene bietet Schleswig-Holstein ein spezifisches Förderprogramm zur Kreislaufwirtschaft an, das auf Forschung und Entwicklung ausgerichtet ist. Förderfähig sind Projekte in den Bereichen ressourceneffizientes ProduktdesignVerfahrenGeschäftsmodelleAbfallverwertungMülltrennverfahren und Aufbereitung. Vorrangig unterstützt werden KMU, aber auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen können Anträge stellen. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Art des Vorhabens – industrielle Forschung wird stärker gefördert als experimentelle Forschung – und nach der Größe des Unternehmens. Eine Antragstellung ist ganzjährig möglich, die Laufzeit der Förderung ist bis Mitte bis Ende 2027 angelegt. 

Diese Programme verdeutlichen, dass KMU durch gezielte Fördermaßnahmen nicht nur Zugang zu finanzieller Unterstützung erhalten, sondern auch die Möglichkeit haben, nachhaltige Innovationsstrategien langfristig zu etablieren. Die Bandbreite reicht von der Entwicklung technischer Lösungen bis hin zu systemischen Ansätzen, die auf VernetzungSkalierung und Kompetenzaufbau abzielen. Besonders die Kombination aus finanzieller Förderung, interdisziplinärer Zusammenarbeit und digitaler Transformation schafft für KMU einen erheblichen wirtschaftlichen Mehrwert und erleichtert den Weg in eine ressourceneffiziente, zirkuläre Zukunft. 

 

Wer tiefer verstehen möchte, wie Unternehmen diese vielfältigen Fördermöglichkeiten konkret nutzen können, erhält im folgenden Impulsvortrag praxisnahe Einblicke und Beispiele dazu, wie KMU den Wandel zur Kreislaufwirtschaft erfolgreich gestalten und Förderung gezielt als Innovationsmotor einsetzen können. 

Jetzt direkt die Fördermöglichkeiten online überprüfen: Förderdatenbank – Förderprogramme 

 

Hinweis: Dieser Text wurde vom Redaktionsteam connectSHub mit KI-Unterstützung erstellt und inhaltlich geprüft. Grundlage des Inhalts ist das Transkript des Impulses aus unserer Veranstaltung:  

Aufzeichnung vom 18.09.2025: Fördermittel Kreislaufwirtschaft – Lindsey Jackson

Material: Präsentation (Download) 

 


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