Das Sustainable Business Model Canvas erweitert das klassische Canvas um Nachhaltigkeitsbausteine: Öko-soziale Kosten & Nutzen, Subventionen und Produkt-/Dienstleistungs-Lebenszyklen. Am Beispiel Ecosia wird klar, wie Partnerschaften, Wertversprechen und Finanzierung zusammenwirken – bis hin zu TransparenzDatenschutz und dem Versprechen, 100 % der Gewinne in Klimaprojekte zu investieren. Ideal für KMU, die Wirkung und Wirtschaftlichkeit zusammen denken wollen.  

 

Für wen eignet sich das – und welche wirtschaftlichen Vorteile entstehen? 

Das Format richtet sich an Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell zukunftsfähig ausrichten wollen. Besonders KMU profitieren: Das Sustainable Canvas verbindet bewährte Strategiearbeit (Kundennutzen, Kanäle, Kosten/Erlöse) mit konkreten Nachhaltigkeitsfragen. Ergebnis sind klarere Prioritätenrobustere Partner- und Ressourcenkonzepte, bessere Fördermittelfähigkeit und anschlussfähige Geschichten für Kund:innen und Talente.  

 

Was ist neu am Sustainable Canvas? 

Ausgehend vom klassischen Business Model Canvas (9 Bausteine) ergänzt die Sustainable-Variante zentrale Nachhaltigkeitsfelder: 

 

  • Eco-social Benefits / Costs (positive und negative Wirkungen bewusst machen und steuern), 
  • Subventionen/Förderung (Rolle externer Finanzierung für nachhaltige Projekte), 
  • Lebenszyklen von Produkt/Dienstleistung (Nutzung, Ersatz, Entsorgung).
    Alle Blöcke werden mit Leitfragen hinterlegt – von Schlüsselpartnerschaften („unterstützen sie in Sachen Nachhaltigkeit?“) über Ressourcen/Aktivitäten bis zum Wertversprechen, Kundensegmenten, Beziehungen und Kanälen. Ziel: Ganzheitliche, zukunftsfähige Entwicklung statt isolierter Maßnahmen. 

 

Praxisbeispiel: Ecosia – „Bäume pflanzen mit einem Klick“ 

  • Schlüsselpartnerschaften: Aufforstungsprojekte in mehreren Regionen der Welt; Technologiepartner (u. a. Nutzung bestehender Infrastruktur), Werbepartner mit Umweltfokus. 
  • Kernaktivitäten/Ressourcen: Betrieb und Weiterentwicklung der Suchtechnologie, enge Kooperation mit Projekten, Datenschutz & Sicherheit als Ressource. 
  • Wertversprechen: „Mit jeder Suche pflanzen wir Bäume“; Sozialunternehmen100 % Gewinn für Klimaprojektehohe Transparenz auf der Website; eigener Solarpark zur Stromversorgung und Netzeinspeisung. 
  • Kunden & Kanäle: breite Online-Community, Website, App und Browser-Erweiterungen. 
  • ErlösmodellWerbeanzeigen wie bei anderen Suchmaschinen; Subventionen/Vergütung z. B. über Strom-Einspeisung. 
  • Impact-Logik: bewusstes Management von negativen Effekten (Ressourcen, Abfälle) und positiven Wirkungen (Aufforstung, Biodiversität, lokale Jobs). 

 

So nutzen KMU das Canvas direkt 

  1. Partner & Ressourcen prüfen: Wer hilft, Nachhaltigkeit im Alltag zu ermöglichen (z. B. Lieferkette, Technologie-/Netzwerkpartner)? 
  2. Wertversprechen schärfen: Welcher Mehrwert entsteht – und wie hebt Nachhaltigkeit vom Wettbewerb ab? 
  3. Kundensegmente & Kanäle: Welche Zielgruppen fördern unsere nachhaltigen Lösungen – und über welche Kanäle erreichen wir sie wirksam? 
  4. Finanzen & FörderungKostenstruktur und Einnahmequellen mit Subventionen/Förderungen zusammendenken. 
  5. Impact steuernEco-social Costs minimieren, Benefits systematisch ausbauen; Lebenszyklus der Produkte/Dienstleistungen mitdenken.  

 

Das Sustainable Business Model Canvas übersetzt Nachhaltigkeit in Geschäftslogik: Es macht Wirkungen, Ressourcen, Partner und Geldflüsse gleichzeitig sichtbar. Für KMU entsteht so ein praktischer Fahrplan, der Wirtschaftlichkeit und Wirkung verbindet – vom Förderzugang bis zur kundennahen Kommunikation 

 

Hinweis: Dieser Text wurde vom Redaktionsteam connectSHub mit KI-Unterstützung erstellt und inhaltlich geprüft. Grundlage des Inhalts ist das Transkript des Impulses aus unserer Veranstaltung:

Aufzeichnung vom 05.09.2024: Sustainable Business Model Canvas – Lindsey Jackson und Natalie Hessler

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