Wer sagt, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sich widersprechen?
Viele KMU sehen Lieferkettenmanagement als Kostenfaktor. Dabei können strukturierte Energie- und Umweltmanagementsysteme gleichzeitig Betriebskosten senken, regulatorische Anforderungen erfüllen – und Wettbewerbsvorteile schaffen.
Das ist kein theoretisches Versprechen. Es ist das, was die WTSH gemeinsam mit ihren Partnern in der Praxis begleitet.
Was ein Umweltmanagementsystem konkret bringt
Ein Energie- und Umweltmanagementsystem schafft zunächst Klarheit: Wo liegen die eigenen Energieverbräuche? Welche Umweltaspekte sind relevant? Welche Risiken in der Lieferkette bleiben bisher unsichtbar?
Diese systematische Bestandsaufnahme legt die Grundlage für belastbare Dokumentation und Nachhaltigkeitsberichterstattung – und hilft gleichzeitig, Sorgfaltspflichten nach dem LkSG zu erfüllen. Beides läuft auf denselben Daten auf. Das vermeidet Doppelarbeit.
Energieeffizienzmaßnahmen wirken direkt auf die Betriebskosten: Technische Optimierung, verbunden mit physikalischem Verständnis und wirtschaftlicher Bewertung, macht Investitionen aus den erzielten Einsparungen refinanzierbar.
Welche Förderung verfügbar ist
Für den Einstieg gibt es konkrete Förderprogramme:
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz übernimmt im Rahmen der Energieberatung für Nicht-Wohngebäude 50 Prozent der Beratungskosten – auch für die Einführung und Aufrechterhaltung von Energie- und Umweltmanagementsystemen.
Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz (Teilmodul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik) bezuschusst Softwarelösungen, die Managementsysteme technisch begleiten: 45 Prozent für kleine, 35 Prozent für mittlere Unternehmen.
Das macht den Einstieg deutlich niedrigschwelliger, als viele erwarten.
Wer in Schleswig-Holstein unterstützt
Die WTSH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein) arbeitet eng mit IHK, Handwerkskammern und Hochschulen zusammen. Dieses Netzwerk deckt Regulatorik, Zukunftstechnologien und technische Umsetzung ab – an einem Ort, ohne lange Recherche.
Über die WTSH-Website lassen sich außerdem Energieeffizienz-Expert:innen in der jeweiligen Region finden, die konkret bei der Umsetzung beraten.
Für Nachhaltigkeitsberichterstattung bietet der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) einen strukturierten Rahmen – mit kostenlosem Helpdesk des Rates für Nachhaltigkeit.
Wer tiefer einsteigen möchte: Transfer-Hub Klimaneutrales Wirtschaften
Das Fazit: Verantwortung zahlt sich aus
Lieferkettenmanagement, Energieeffizienz und Nachhaltigkeitsberichterstattung werden oft als drei separate Baustellen wahrgenommen. Dabei greifen sie ineinander – und genau das macht sie für KMU interessant. Wer die Strukturen einmal aufbaut, profitiert auf mehreren Ebenen gleichzeitig: weniger Kosten, mehr Transparenz, bessere Position gegenüber Kunden und Ausschreibungen.
Die WTSH unterstützt dabei – in Schleswig-Holstein, praxisnah, mit Förderung im Rücken.
→ Du willst wissen, wo Du in Deinem Unternehmen gerade stehst? Zurück zum Leitartikel: Lieferkette verantwortungsvoll gestalten
Für weiterführende Fragen oder Projektideen stehen zudem die Ansprechpartner:innen der WTSH auch persönlich bereit, die Unternehmen kompetent auf ihrem Weg unterstützen:
Startseite – Transfer-Hub Klimaneutrales Wirtschaften
Aufzeichnung: WTSH – Timo Saager
Material: Präsentation (Download)